Sie saßen sich wie schon so oft gegenüber und schwiegen sich zunächst an.
Beide wussten, es ist die Ruhe vor dem Sturm.
Sie kannten sich von Geburt an und waren zwar unzertrennlich, aber doch von absolut unterschiedlicher Natur.
Der eine stolz, klug und arrogant, der andere dumm, verletzbar und von den Narben der Vergangenheit geprägt.
Wenn sie zu diesen Zwiegesprächen zusammentrafen, hatte es stets den gleichen Grund.
Es ging um die Liebe.
“Entdecke ich da wieder eine neue Narbe?” begann der klügere das Gespräch, “habe ich Dich nicht gewarnt?”
“Doch..schon…aber ich dachte…” entgegnete sein Gegenüber.
“DU und denken” wurde er sofort unterbrochen “das solltest Du besser MIR überlassen. Wie oft habe ich Dir schon sagen müssen, dass Du dazu nicht in der Lage bist?”
“Aber ich war mir diesmal meiner Sache so sicher!” versuchte sich der kleinere zu rechtfertigen.
“Ach ja? Wie schon so oft? Schau Dich doch nur mal an. Du verkümmerst immer mehr, fügst Dir stets neue Schmerzen zu. Aber offenbar hast Du ja Freude daran, dass man Dich verletzt .”
“Ich wollte es diesmal besser machen. Anders als in der Vergangenheit.
Ich wollte mehr geben als nehmen. Und ich dachte, ich wäre stärker geworden und würde es ohne Deine Hilfe schaffen” brach es aus dem offenbar unterlegenen heraus.
“Ohne meine Hilfe? Ohne meine Hilfe bist Du nichts! Wie oft habe ich Dir das schon sagen müssen. DU kannst keine Entscheidungen treffen. DU kannst nicht sehen, denn Du bist blind. Nur wenn ICH Dich führe, kannst Du unbeschadet durch’s Leben gehen. Aber immer wieder versuchst Du es im Alleingang und hinterher habe ICH die Konsequenzen mitzutragen. Aber ich komme im Gegensatz zu Dir damit klar und versuche Dir dass immer wieder zu vermitteln.”
“Ich werde in Zukunft besser achtgeben und Dich damit verschonen” stammelte der Kleine und strich über seine Wunden.
“Das wird erst funktionieren, wenn es mir endlich gelingt
die Entscheidungen allein zu treffen. Ich werde einen Weg finden, Dich oder besser UNS zu schützen bevor DU vollkommen zerbrichst.
Schließlich trage ich die Verantwortung!”
Der Kopf erhob sich und liess das Herz allein zurück.
© kopfundherz
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Beständigkeit der Liebe
Manchmal begegnen Dir Menschen und Du
spürst sofort, dass sie aus einem bestimmten
Grund in Dein Leben getreten sind, sie einen
Zweck erfüllen, Dich eine Lektion des Lebens
lehren oder Dir dabei helfen,
herauszufinden,
wer Du bist und wer Du sein willst.
Und manchmal geschehen Dir Sachen, die Dir
zwar zuerst schrecklich, schmerzhaft und
unfair vorkommen aber wenn Du darüber
nachdenkst, erkennst Du, dass Du ohne die
Bewältigung dieser Hindernisse, niemals Dein
Potential, Deine Stärke, Willenskraft und
Liebe verwirklicht hättest.
Alles was geschieht, hat einen Grund!
… und eines Tages, wirst DU wissen,WELCHEN!
B
Beitrag geändert durch kopfundherz am 13.12.2010, 19:50 Uhr.
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